Ein Pferd aus Amerika

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Gastbeitrag von Céline Kaiser:

“Ein Pferd aus Amerika“ – bei diesen Worten denken viele vielleicht an die endlose Weite der Prärie, den wilden Westen, an Cowboys und wilde Mustangs. Oder aber auch an einen unverhältnismäßig großen Aufwand, Papierkram, viel Geld für den Besitzer und Stress für das Pferd.

Für manche ist es ein lang ersehnter Traum, für andere einfach nur unverständlich, gilt Deutschland doch traditionell als Pferdenation.

Für mich war es weder das eine noch das andere, da ich niemals den Plan hatte, mir ein Pferd zu kaufen – erst recht nicht aus Amerika. Folglich habe ich also auch nie nach einem Pferd gesucht. Wieso ich heute doch einen “wilden Mustang aus Amerika” besitze, war also eher eine günstige Fügung des Schicksals bzw. schlichtweg Zufall.

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Foto: Céline und Diego in Amerika

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Neid muss man sich erarbeiten

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Wie kommt es, dass es unter Pferdeleuten so viel Neid, Geläster und Missgunst gibt? Es fällt im Internet, vor allem in sozialen Netzwerken, sehr stark auf, aber auch im realen Leben wird man immer wieder damit konfrontiert.
Nicht nur, dass viele Menschen meinen es besser zu wissen, manche sind einfach nur dagegen. Dagegen wie du etwas machst, dagegen welche Entscheidungen du für dein Pferd und dich triffst und dagegen wie du überhaupt so drauf bist. Ganz ohne den Anspruch, es selbst besser zu machen oder zu wissen. Das ist also die gesteigerte Form von Missgunst sozusagen. Man behauptet gar nicht mehr, es selbst anders zu können, man hetzt einfach so darauf los.

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Ein Ponyleben mit ECS (Equines Cushing Syndrom)

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Gastbeitrag von Jasmin Götz:

Vor knapp 3 Jahren lernte ich das deutsche Reitpony Winne  kennen. Dass er mein komplettes Leben verändern würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Man sah auf den ersten Blick, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Er hatte ganz langes, zottiges Fell, schwitze am ganzen Körper und hatte unübersehbar bereits mehrere Reheschübe hinter sich, so dass ihm das laufen sichtlich schwer viel.

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Foto: Winne und Jasmin, noch vor der Behandlung

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Diagnose „Kissing Spines“

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Gastbeitrag von Yvonne Odermath:

Allgemeine Anatomie

Kissing Spines bzw. das Kissing Spines Syndrom, kurz KS heißt wörtlich übersetzt Küssende-Dornfortsätze-Syndrom. Die Dornfortsätze sind die knöchernen Teile der Wirbelsäule, die man ab dem Widerrist bis zur Kruppe oben am Rücken des Pferdes spüren kann. Sie sind dünne Verlängerungen jedes einzelnen Wirbelkörpers und bilden beim Pferd den Widerrist sowie die Oberlinie. Sie können sogar bis zu 20cm lang sein. Die Dornfortsätze des Pferdes sind zudem bis zum 15. Brustwirbel (hintere Sattellage) nach hinten geneigt, dann sind sie nach vorne geneigt. Das ist deshalb so, weil das Rücken-Nacken-Band, welches maßgeblich zum passiven Tragen des Kopfes beiträgt dort fixiert wird. Wären die Dornfortsätze nach vorne geneigt ( also die ersten 15 Stück), dann würde das Band dort nicht so gut ansetzen bzw. halten können, da ja durch das Gewicht von Kopf und Hals Zug auf die Dornfortsätze kommt.

Durch diese Konstruktion sind die Dornfortsätze gerade an der Stelle sehr dicht beieinander, wo sich die Neigung umkehrt, also circa ab dem 15. Brustwirbel. Auch deshalb findet sich KS häufig dort.

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Röntenbild eines Kissing Spines Pferdes – danke an Nina Schmitz von Outdashem Devon (https://www.facebook.com/outdashemdevon)

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