Unsere neue Blogreihe hilft dir dabei, mit deiner Kamera einfach gute Bilder von deinem Pferd zu machen. Wir erklären dir, wie du unkompliziert einen Einstieg in die Pferdefotografie findest und mit welchen Tricks schnell tolle Ergebnisse gelingen. Im vorherigen Blogbeitrag dieser Serie ging es bereits um die Basics der Bildgestaltung. Nun beschäftigen wir uns mit dem zweiten Teil rund um das Thema:
Jahreszeiten nutzen
Jede Jahreszeit bringt ihre Vorteile mit sich. Der Sommer wird immer als Lieblingsjahreszeit für Fotografen gehandelt, dabei ist das Fotografieren in der Mittagssonne durch die starke Schattenbildung kein wirkliches Vergnügen. Im Sommer lohnen sich dafür die frühen Morgen- oder Abendstunden für stimmungsvolle Fotos.
Der Herbst bringt unter anderem buntes Laub und graue Regentage mit sich, die aber ebenfalls zu tollen Bildergebnissen genutzt werden können. Auch Regen muss daher kein Grund sein, die Kamera zuhause zu lassen! Die Pferde bekommen ihr Winterfell und werden teilweise zu echten Teddybären.
Im Winter warten dann weiße Schneelandschaften darauf, glitzernde Fotos zu zaubern. Oder der warme sichtbare Atmen eines friedlichen Pferdes in der kalten Winterluft? Aber auch ohne Schnee können besonders an schönen Wintertagen tolle Portraits gemacht werden.
Zuletzt wartet der Frühling darauf, mit dem ersten Grün und den vielen bunten Blüten zu beeindrucken und liefert dadurch zahlreiche schöne Fotogelegenheiten. Die Pferde verlieren ihr dickes Fell und dürfen das frische Gras auf der Koppel genießen. Auch Pferde können Frühlingsgefühle haben und es ist eine wahre Freude sie beim ersten Toben auf der Koppel mit der Kamera zu beobachten!
Hintergrund
Der Hintergrund sollte beim Fotografieren nie vergessen werden. Manchmal wird er gezielt ausgewählt, beispielsweise eine einfarbige Wand oder ein blühender Apfelbaum, in anderen Fällen eher vernachlässigt.
Wichtig ist immer, dass der Hintergrund nicht vom Motiv, in unserem Fall den Pferden und eventuell Menschen, ablenkt. Störende Elemente, wie farbig auffällige Gegenstände oder zu viel Unruhe können auch trotz unscharfem Hintergrund beim späteren Betrachten der Fotos negativ auffallen und dann nur aufwändig mit einem Bildbearbeitungsprogramm entfernt werden.
Manchmal kann allerdings kein Einfluss auf den Hintergrund genommen werden, da die Pferde auf einer Koppel beobachtet oder auf einem Turnier fotografiert werden. Auch hierbei sollte bei der Auswahl des eigenen Standorts neben dem Stand der Sonne immer der Hintergrund im Auge behalten werden. Oftmals findet sich eine recht gut geeignete Perspektive für schöne Fotos!
Perspektiven
Die Fotografin kann aus den unterschiedlichsten Perspektiven fotografieren und dadurch ganz unterschiedliche Wirkungen des Motivs erzielen.
Meist stehen die Menschen bei dem Umgang mit dem Pferd und sind es gewohnt, die Dinge aus dieser Perspektive zu betrachten. Es ist eine gewöhnliche Betrachtung.
Bei einem kleinen Shetty muss sich für eine proportionale Betrachtung bereits in die Hocke begeben werden, andernfalls sieht das Foto nachher unvorteilhaft, von oben herab, erstellt aus. Eine Ausnahme bieten dabei beispielsweise bewusst von oben erstellte Kopfbilder, die eine witzige neue Perspektive für den Betrachter liefern.
Immer einen Versuch wert, beim Fotografieren des kompletten Pferdes, ist die Froschperspektive, also aus der Hocke oder gar liegend. Hierdurch wirkt das Pferd größer und die Proportionen erscheinen harmonischer.
Auch ungewöhnliche Perspektiven, beispielsweise ein Kopfportrait, das nicht von der Seite oder von vorne aufgenommen wird, sondern über den Rücken des Pferdes, können zu beeindruckenden Fotos führen.
Bewegungsphasen
Bei Bewegungsbildern empfiehlt es sich, Serienaufnahmen zu erstellen. Das bedeutet viele Bilder direkt hintereinander zu machen. Dadurch werden die Chancen auf schöne Bilder in guten Bewegungsabläufen deutlich erhöht. Beim Springen möchten Reiterinnen beispielsweise gerne die Absprungs- oder Flugphase des Pferdes in einem schönen Bogen sehen, während die Landephase meist eher unvorteilhaft wirkt.
Es sind oft die dynamischen Phasen, die besonders schön und imposant auf Bildern wirken, wie die Schwebephase bei einem ausdrucksstarkem Galopp. Es sollten später bei der Auswahl der Bilder möglichst vorteilhafte Ergebnisse ausgewählt werden, die ein harmonisches Bild darstellen und das Pferd schön und proportional harmonisch abbilden.
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Vielen Dank an Canon Deutschland für die Bereitstellung der Spiegelreflexkamera 80D°! In meinem eigenen Besitz ist zudem eine Canon 50D, sowie die gezeigte Canon G7X.
[…] schnell tolle Ergebnisse gelingen. Im vorherigen Blogbeitrag dieser Serie ging es bereits um die Basics der Bildgestaltung. Heute beschäftigen wir uns mit dem richtigen Umgang mit dem tierischen […]