Einstieg in die Pferdefotografie – Portraits

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Unsere neue Blogreihe hilft dir dabei, mit deiner Kamera einfach gute Bilder von deinem Pferd zu machen. Wir erklären dir, wie du unkompliziert einen Einstieg in die Pferdefotografie findest und mit welchen Tricks schnell tolle Ergebnisse gelingen. Im vorherigen Blogbeitrag dieser Serie ging es bereits um Bewegungsbilder. Heute beschäftigen wir uns mit der Portrait-Fotografie:

Portraits Pferdefotografie

Kopfportrait mit kleiner Blendenzahl und großem Abstand zum Motiv aufgenommen. Canon EOS 50D F/4.5 1/2000s ISO320 200mm

Portraits von Pferden

Schöne Portraitaufnahmen von Pferden sind mit ein paar kleinen Tipps gar nicht so schwer zu erstellen.

Wenn es die Umgebung zulässt, sollte wieder ein möglichst großer Abstand zum Pferd gewählt werden. Mit einem Teleobjektiv, egal ob Festbrennweite oder Zoomobjektiv, werden die Proportionen des Pferdes besser eingefangen und das Motiv vom Hintergrund freigestellt.

Portraits Pferdefotografie

Ein Kopfportrait von schräg vorne wirkt sehr harmonisch mit korrekten Proportionen. Canon EOS 80D F/3.2 1/400s ISO100 60mm

Der Bildaufbau kann bei Portraits in Ruhe gewählt werden und sollte, wenn gewünscht, möglichst schon bei der Aufnahme formatfüllend sein. Ein Bild kann zwar auch später noch entsprechend zugeschnitten und herangezoomt werden, das bedeutet aber oft einen Verlust an Details und auch der Qualität.

Der Fokuspunkt der Kamera wird an der gewünschten Stelle festgelegt, beispielsweise ein Auge des Pferdes oder sein Bauchbereich bei einer Ganzkörperaufnahme. Wenn die Kamera diesen selbstständig wählen dürfte, könnte es sonst passieren, dass anstatt der Augen nur die Nase scharf wird oder ähnliches.

Portraits Pferdefotografie

Die kleine Blendenzahl erzeugt einen unscharfen Hintergrund, der das Hauptmotiv, das Pferd, besser zur Geltung kommen lässt. Canon EOS 80D F/2.8 1/500s ISO100 60mm

Es empfiehlt sich, als Einsteigerin eine der Halbautomatiken der Kamera zu nutzen, den AV-Modus. Hierbei kann die gewünschte Blende vorgegeben werden und die Kamera wählt selbstständig eine an die Licht- und Wetterverhältnisse angepasste Verschlusszeit. Eine möglichst kleine Blendenzahl und damit offene Blende, führt zu einer geringen Schärfentiefe, wodurch das Pferd schön vom Hintergrund freigestellt werden kann. Allerdings darf damit auch nicht übertrieben werden, andernfalls ist bereits der hintere Bereich des Pferdes ebenfalls unscharf!

Portraits Pferdefotografie

Eine kleine Bledenzahl erzeugt wenig Tiefenschärfe. Dadurch ist das hintere Pferd in diesem Bild nur noch unscharf abgebildet. Canon EOS 80D F/3.2 1/250s ISO125 60mm

Sollten mehrere Pferde oder Pferd und Mensch auf einem Portrait festgehalten werden, so muss bedacht werden, ob sie alle im Schärfebereich sein sollen. Das erfordert eine höhere Blendenzahl. Optimalerweise werden zudem alle in einem ähnlichen Abstand zur Kamera platziert.

Kopfportraits können sowohl von der Seite, als auch von schräg vorne erstellt werden. Frontal von vorne wirkt dagegen oft sehr unvorteilhaft für das Pferd. Bei Ganzkörperaufnahmen sollte die Haltung und Aufstellung des Pferdes beachtet werden. Eine unruhige Beinhaltung oder gar ein Entlasten eines Hufes führen schnell zu merkwürdigen Proportionen auf dem Bild.

Vielen Dank an Canon Deutschland für die Bereitstellung der Spiegelreflexkamera 80D! In meinem eigenen Besitz ist zudem eine Canon 50D, sowie die gezeigte Canon G7X.

Ein Gedanke zu “Einstieg in die Pferdefotografie – Portraits

  1. Tolle Tipps! Werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall ausprobieren. :)

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