Über den Tellerrand schauen

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Oftmals lohnt es sich, den eigenen Horizont zu erweitern. In guten, wie in schlechten Zeiten! Nach einer anstrengenden Turniersaison oder viel Training in einem bestimmten Bereich bietet es eine schöne Abwechslung im Pferdealltag. Oder aber auch nach längerer Krankheit oder bei Stillstand mit einem Problem kann man so wieder zurück in die Arbeit mit seinem Pferd finden und gleichzeitig etwas Neues ausprobieren. Meistens ist es sogar sehr hilfreich, mal ganz bewusst etwas anderes zu machen.

DSC_5891 Das können die unterschiedlichsten Sachen sein, je nach Vorliebe von Pferd und Reiter und natürlich auch Gelegenheiten und Gegebenheiten, aber vor allem ist es abhängig von dem was man normalerweise bereits mit seinem Pferd macht. Jede neue Erfahrung ist eine Bereicherung fürs Leben. Wie wäre es beispielsweise mit einem Kurs in der Rinderarbeit nach der Turniersaison? Oder einige Unterrichtsstunden im Horsemanship mit dem Nachwuchskracher? Ein Zirkuslektionen– oder Doppellongenkurs mit dem Geländepony? Auch eine kleine Gymnastik-Springstunde oder ein Trailkurs bringen eine willkommene Abwechslung ins Training.
Wie du einen tollen Einsteíeg in das Thema Zirkuslektionen mit Hilfe des spanischen Grußes bekommst kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Die erfahreneren und mutigeren Horizonterweiterer melden sich vielleicht mit ihrem Pferd zu einer Gelassenheitsprüfung an oder besuchen einen Extrem-Trail. Oder wie wäre es mit einer Wanderung zusammen mit dem eigenen Pony?
Es gibt so viele Dinge, die man zusammen mit seinem Pferd ausprobieren und erleben kann! Wir sollten uns viel mehr trauen, das gewohnte Umfeld zu verlassen und uns kleinen Herausforderungen stellen. Wohl dosiert natürlich, es soll nicht in Stress für das Pferd ausarten, sondern eine wirkliche Bereicherung sein!

staufen (4)Wenn man sich traut, Erfahrungen in anderen Bereichen zu sammeln, wird man neue Seiten am eigenen Pferd und sich selbst entdecken können. Verborgene Talente und Vorlieben, aber auch Unsicherheiten oder Ausbildungsdefizite. Die Bindung und das Vertrauen zueinander werden sich festigen und man wächst zusammen an diesen Erfahrungen. Wichtig bei dieser Zeit zu zweit ist aber, dass wir als Pferdemenschen eine bewältigbare Herausforderung aussuchen. Alles andere wäre unfair und würde auch die positive Idee dahinter zunichtemachen.

_MG_0550Das Ganze hat noch einen weiteren, tollen Pluspunkt: Wenn man in andere Bereiche hineinschnuppert, lernt man nicht nur unglaublich viel für sich selbst, man lernt auch andere Sichtweisen kennen. So beugt man den eigenen Vorurteilen und dem Schubladendenken vor oder korrigiert die eigene Einstellung zu einem Thema. Würde das von uns Pferdemenschen mehr gemacht werden, hätten wir wahrscheinlich nicht so stark mit Neid, Missgunst, Vorurteilen und Halbwissen zu kämpfen.
Also traut euch raus aus dem vertrauten Umfeld und schaut zusammen mit eurem Pferd über euren persönlichen Tellerrand. Wir können nur gewinnen!

2 Gedanken zu “Über den Tellerrand schauen

  1. Liebe Lina, da hast du so Recht. Es lohnt sich verschiedenes auszuprobieren. Das macht es auch für das Pferd spannender. Ich habe durch einen Blick in die Dressur bei Anja Beran dann wieder gelernt, dass Dressur nicht doof sein muss und auch Vorteile hat. Hätte ich nie hingeschaut, hätte ich das für mich nicht erkannt. Deswegen lohnt sich der Blick über den Tellerrand immer. Danke für den schönen Post und liebe Grüße, Petra

  2. Kerstin Reuber

    schön geschrieben ! Genau meine Worte und Denke !
    Hoffentlich nehmen sich das viele zu Herzen und reiten nicht immer nur in der Halle bei geschlossenem Tor im Kreis !
    Danke für den schönen Artikel !

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